chaser-game

Chaser Game für Windows Rezension

Wer hat eigentlich gesagt, dass Spieldesigner einfallsreich sind? Nun ja, die Entwickler von Chaser gehören leider nicht unbedingt zu dieser Sorte Designer, denn mit Chaser wird durchweg Standardkost geboten, die niemanden wirklich vom Hocker haut. Das fängt bei einer ziemlichen 08/15 Story an – Sie, Amnesiepatient, wachen in einer Raumstation auf und wissen weder woher Sie kommen, noch wohin Sie gehen, geschweige denn, was Sie verbrochen haben, dass Ihnen anscheinend alle Welt ans Leder will.

Cauldronz-chaser

Da Sie aber verständlicherweise nicht wirklich mit letzterem Detail einverstanden sind entschließen Sie sich kurzerhand dafür das Heil in der Flucht zu suchen, was sich als gute Idee erweißt, denn die Raumstation, auf der Sie sich befinden, liegt bereits in den letzten Atemzügen, hält aber erstaunlicherweise noch gerade so lange, dass Sie unbeschadet zur Rettungskapsel gelangen können. Nachdem Sie auf der Erde gelandet sind machen Sie schnell die Bekanntschaft von einigen zwielichtigen Persönlichkeiten, was damit endet, dass Sie mehr oder weniger freiwillig für eine Art Stadtpolizei rekrutiert werden, für die Sie im folgenden Spielverlauf Missionen erfüllen müssen.

Das Chaser

Chaser-screenshotDie Ideen die beim Missionsdesign eingebracht wurden sind durchaus ansprechend, so gibt es sowohl reine Angriffsmissionen, als auch Schleichmissionen. Die Umsetzung ist leider nicht so gut ausgefallen, was wohl vor allem an der Levelarchitektur im liegt. Die meisten Levels haben einen dermaßen eintönigen Aufbau, dass man sich oft nur dadurch so vorkommt, als hätte man sich verlaufen, weil fast alle Räume gleich aussehen und auch ansonsten innerhalb der Levels nicht gerade Abwechslungsreichtum geboten wird. Ähnlich trist sieht es bei den Gegnern aus. Zwar agiert die künstliche Intelligenz passabel auf die Aktionen des Spielers (Gegner suchen Deckung und umgehen den Spieler), allerdings hat man es pro Level eigentlich immer nur mit einem einzigen Typ Gegner zu tun, der ab und an mal verschiedene Waffen benutzt. Obwohl die KI an sich, wie erwähnt, relativ glaubwürdig ist, ist sie durchweg zu schwach – oft wird der Schwierigkeitsgrad nur dadurch erzeugt, das Gegner entweder unfair platziert sind, oder in vermeintlich gesäuberten Ecken eines Levels erscheinen und dem Spieler in den Rücken fallen.

Sollte man sich doch an einer Stelle mal überfordert fühlen so greift man zu Cauldrons Version der allseits beliebten Bullettime und lässt das Spiel halt einfach mal in Zeitlupe ablaufen. Damit macht es überhaupt kein Problem mehr selbst größte Gegnermassen zu besiegen.

Dass man Chaser trotz dieser Macken nicht sofort in die Ecke wirft ist der Hintergrundgeschichte zu verdanken, die zwar wirklich schwach startet (wie erwähnt 08/15 – haben wir alles schon mal gesehen), sich allerdings nach einiger Zeit doch als recht interessant herausstellt und in den Ingame Zwischensequenzen wirklich gut vorangebracht wird.

Erwähnenswert ist der enorme Umfang des Spiels – im Vergleich zu den leider inzwischen zum Standart erhobenen 15+x Stunden dürfte Chaser auch erfahrene Actionspieler ein ganzes Weilchen beschäftigen – man fragt sich, ob Cauldron die Schwächen im Leveldesign mit schierer Spielzeit aufwiegen will, was im Prinzip ein schwacher Kompromiss ist, schließlich würde wohl jeder Spieler auf 10 Stunden Spielzeit verzichten, wenn die Levels besser wären (selbst wenn man diese Zeit abzieht dürfte der Umfang von Chaser noch überdurchschnittlich sein!).

Jowood is Back:

Die Waffenauswahl des Spiels ist stark an das angelegt, was auch heutzutage in Benutzung ist. Wie realistisch das angesichts der Tatsache ist, dass das Spiel im Jahr 2044 spielt sei dahingestellt. Natürlich finden sich auch „futuristisch“ anmutende Waffen, allerdings ist der größere Teil des Arsenals (das im Übrigen sehr umfangreich ausgefallen ist) mehr oder weniger „real“. Wie viel Sinn es allerdings macht zig verschiedene Waffen zu haben, von denen einige doch essentiell bis auf das Modell gleich sind bleibt fragwürdig.

big-scale-r

Big Scale Racing Windows PC

Sie verursachen einen Heidenlärm, riechen streng nach Abgasen und fahren immer im Kreis – nein die Rede ist diesmal nicht von Michael Schumacher und Konsorten.

Bei Big Scale Racing spielt sich alles ein paar Nummern kleiner ab. Hauptaugenmerk genießen hier keine Formel-1 – Boliden sondern ferngesteuerte Miniaturmodelle im Maßstab 1:5. Die kleinen Flitzer brettern demnach auch nicht über den Hockenheimring oder die legendäre Nordschleife des Nürburgrings sondern durch die Schikanen und Kurven spezieller RC – Strecken.

Alle im Spiel verwendeten Strecken sind detailgetreue Nachbauten realer RC-Club Strecken aus den Niederlanden. Der niederländische Entwickler Bumblebeast versucht nun mit Big Scale Racing die Atmosphäre und das Flair der ferngesteuerten Rennautos auf dem PC einzufangen. Ob Bumblebeast dies gelungen ist, und die kleinen Flitzer zukünftig eine ernstzunehmende Konkurrenz für DTM oder Formel-1 Rennwagen auf dem heimischen PC sind, wird der hier folgende Test der von Ascaron lokalisierten Version zeigen.

Big Scale Racing simuliert zehn verschiedene Rennmodelle in unterschiedlichen Klassen, von der anfänglich freigeschalteten Juniorklasse bis zur schwierigen Profirennserie. In allen Klassen wird auf den sechs unterschiedlichen Rennstrecken um Positionen und Punkte bei Einzelrennen oder kompletten Meisterschaften gekämpft. Ist es zu Beginn des Spiels noch einfach, die Autos der Juniorklasse in der Spur zu halten, wird es in höheren Klassen immer schwieriger, nicht aus der Bahn zu fliegen.

 big-scale-racing-screenshot2

Doch alles der Reihe nach: Das Spiel ist recht flott auf der Festplatte installiert und startet ohne große Umschweife direkt mit dem Wesentlichen. Dabei wurde nur leider auf ein einführendes Intro verzichtet. Der Spieler landet direkt im, leider etwas lieb- und schmucklos designten, Hauptmenü, wo sich ihm verschiedene Optionen bieten. Einzelspieler haben bei Big Scale Racing die Wahl zwischen einem Einzelrennen oder einer kompletten, aus sechs Rennen bestehenden, Meisterschaft. Im Mehrspielermodus bietet sich die Wahl zwischen Splitscreenrennen zu zweit oder einem Netzwerkrennen mit bis zu acht Spielern.

Steuern kann man Big Scale Racing am besten mit der Tastatur. Das Spiel wurde auch speziell auf dieses Eingabemedium laut Hersteller zugeschnitten. Mit der Tastatur ist die Steuerung am einfachsten und präzisesten, auch in höheren Klassen noch, zu handhaben. Natürlich ist Big Scale Racing auch per Joystick oder Lenkrad steuerbar. Allerdings wurde bei Lenkrädern auf eine Force Feedback Unterstützung komplett verzichtet.

Grafiktechnisch muss sich Hersteller Bumblebeast etwas an Kritik gefallen lassen. Die 3D-Grafik des Spiels ist zwar recht nett anzuschauen, allerdings ähneln sich die verschiedenen Strecken doch bisweilen zu sehr. Ein weit größerer Kritikpunkt ist aber die detailarme Umgebung jenseits der Streckenbegrenzung. Hier hätte dem Spiel mehr Lebendigkeit und Abwechslung gut getan. Gut gelungen ist dagegen die optisch bunte Mischung der kleinen Rennwagen.

Akustisch ist Bumblebeast leider kein Meisterstück gelungen. Die Motorengeräusche wollen irgendwie nicht so recht nach benzinbetriebenen Rennwagen klingen und auch die Hintergrundmusik zu den Menüs ist nicht gerade berauschend sondern eher schlicht und zweckmäßig gehalten.

Big Scale Racing kann eine Menge Spass und Abwechslung bereiten. Man darf nur nicht den Fehler machen und das Spiel mit anderen Rennsimulationen vergleichen. Big Scale Racing ist eher ein Spiel für zwischendurch. Wer Geschwindigkeit in reiner Form erleben will und sich nicht erst stundenlang Gedanken über das richtige Setup machen möchte, der wird viel Spass mit dem Spiel haben.

Die Anzahl der Parcours ist mit sechs Strecken zwar etwas dürftig, da es mit steigender Rennklasse aber auch zunehmend schwerer wird den Flitzer zu steuern, bleiben die Strecken nach wie vor fordernd. Auf ein Schadensmodell wird bei dem Spiel gänzlich verzichtet. Man ist auch bestraft genug, wenn man von der Strecke fliegt, da dies eine Unmenge an Zeit kostet und man dadurch weit nach hinten im Feld durchgereicht wird. Dies kann auch schon manchmal frustrierend sein, wenn man sich eine gute Ausgangslage verschafft hat und dann durch einen kleinen Rempler aus der Bahn geworfen wird. Dann bleibt meist nichts anderes übrig als die Meisterschaft erneut zu starten.
Die grafischen Unzulänglichkeiten fallen beim Spielen kaum auf, da es doch meist sehr schnell zugeht und man vom Streckenrand wenig mitbekommt. Erst in langsamen Passagen fällt die detailarme Umgebung störend ins Auge.

Spass macht es auch, dass Auto nach eigenen Vorstellungen im mitgelieferten Editor zu lackieren. Dazu liefert das Spiel eine Menge Vorlagen, die es erleichtern, das Gefährt nach eigenen Wünschen zu gestalten und damit später seine Runden zu drehen.
Insgesamt gesehen ist es Bumblebeast zwar nicht ganz gelungen die Atmosphäre der rasanten Flitzer auf den PC zu übertragen, aber dennoch ist Big Scale Racing ein netter Zeitvertreib für alle, die einmal Abwechslung im Rennspielalltag haben möchten oder schnelles Rennspiel für Zwischendurch suchen.

summoner

Summoner Rollenspiel & Gameplay

Summoner Gameplay

Der amerikanische Entwickler Volition, auf dessen Konto bereits die beiden hochausgezeichneten Freespace`s und die ersten beiden Descent`s gehen, beschreitet mit dem für anfang Mai angekündigten 3D Echtzeit-Rollenspiel Summoner neue Wege. Wir haben die englische Goldmaster angespielt und eine umfangreiche Vorschau verfasst.

Das Erbe der Summoners ist eine Macht, die stärker ist als jeder Zauber. Der Protagonist der Geschichte, Joseph, trägt von Geburt an das Mal des Summoner ( übersetzt: der Beschwörer ) auf seiner Hand, welches es ihm ermöglicht, riesige Kreaturen und Elementarwesen zu beschwören und sogar die Götter herauszufordern. Für unseren Helden scheint diese Fähigkeit anfangs jedoch eher ein Fluch zu sein. Als in seiner Kindheit sein Heimatdorf angegriffen wurde, beschwor der junge Joseph einen mächtigen Dämonen, der jedoch das eigene Dorf in Trümmer legte und die Bewohner tötete, statt sie zu beschützen.

Fort an wird unser schockierter Joseph durch den rätselhaften Mentor Yago auf sein prophezeites Schicksal vorbereitet. Als schliesslich die Truppen des fiesen Murods auf der Suche nach Joseph das Dorf erneut einäschern, wird es Zeit für ihn, sich auf die Suche nach den vier Ringen der Beschwörung zu machen. Nach der Prophezeiung ist nur ein Summoner in der Lage, dem Ursupator seine dunklen Pläne auszutreiben.